Die TümpelTrophy 2011 - Bericht von Edith Henk
"Meine 2. Regatta und Kapitän Böff Böff"
Also eigentlich frag ich mich, wer dieser Regatta bloß diesen Namen gegeben hat, denn mit Tümpel hatte unser herrlicher See an diesem Wochenende ja nun so gar nichts zu tun. Ganz im Gegenteil!
Man hatte das Gefühl, dass sich unser See zum Oktoberbeginn noch einmal in seinen herrlichsten Farben präsentieren wollte. Strahlend blauer Himmel bei 25 Grad ließen uns glauben, man wäre mitten im Hochsommer... nur eines fehlte zum Seglerglück: Der Wind.
Trotz der windarmen Vorhersage, trafen sich am Samstagmorgen alle angemeldeten Teilnehmer frohen Mutes am See. Gut gelaunt und voller Hoffnung, dass doch noch ein "Windwunder" geschieht, bauten alle Teilnehmer Ihre Bötchen auf und schon bald erstrahlte die Wiese und der Strand in vielen bunten Hobie-Farben.... was für ein herrliches Bild...

Unser lieber Regattaleiter begrüßte alle Teilnehmer und erklärte kurz die Rahmenbedingungen und dann gab es erstmal nur eins: Warten auf den Wind.
Und nicht, dass jetzt jemand glaub, Frustation würde sich ausbreiten und lange Gesichter durchzögen die Menge... nein, nein... man genoss die Zeit des Wachtens auf unterschiedlichste Weise: Geselliges Sonnen mit Taktikgesprächen, am Bötchen basteln, ferngesteuerte Segelbötchen und Modellflugzeuge (Tolle Sachen hast du da gebastelt, Olli), Pömpel-Weitwurf (ja, ja, das gibt es...),

schwimmen und baden und und und.... und so hatte auch ich Zeit um mir als Regatta-Neuling nochmal die wichtigsten Regeln, Tonnen und Flaggen bei der Regatta erklären zu lassen, wozu sich dann der ein oder andere dazu gesellte und seinen Beitrag zur Schulung der "Neuen" beitrug ("Danke Frank, dass du all meine Fragen mit Geduld beantwortet hast...").
Während dessen wurden wir dann auch noch liebevoll durch unsere fleißige Regatta-Helfer-Crew mit Kuchen, Kaffe und Getränken versorgt. Herzlichen Dank dafür... "nee wat jeht et oz joot"
Und dann plötzlich passierte es.....

Die spiegelglatte Oberfläche des leuchtenden Sees begann Struktur zu bekommen... Juhuuuu... es kam Wind auf!
Und so dauerte es auch nicht lange und die fleißigen Helfer stürzten sich in die Boote um die Tonnen in die richtige Position zu bringen.Es geht los! Segelklamotten komplettieren, Bötchen checken und raus auf Wasser... den viel Zeit blieb ja nicht mehr, bis zum Sonnenuntergang.
Zwölf 14er durften als erster starten und 5min später kamen ebenfalls die elf 16er hinterher.
Das ist schon eine spannende Sache und ich kann nur allen Clubmitgliedern empfehlen, so eine Regatta mal mitzumachen, denn es macht echt Spaß.
Für 2 Läufe reichte Wind und Zeit aus, dann mussten wir leider wieder zurück ans Ufer, weil es auch recht bald dunkel werden würde, aber wir haben unseren Spaß gehabt, kurz aber schön.
Kurzes verschnaufen, Boote versorgen, raus aus den Segelklamotten und dann wurde auch schon zum Essen gerufen. So marschierten wir dann alle hoch ins Clubheim und wurden auch schon von Ruth und ihren fleißigen Helfern mit gedecktem Tisch und warmen Buffet empfangen. Lecker. lecker, lecker sag ich euch... ("mal ehrlich, in dem Tiramisu hätte man baden können... ")
Den Hunger gestillt, konnte man sich anschließend dem Durst widmen. Lecker Kölsch vom Fass oder lieber eine süße Fassbrause?... jeder wie er wollte....
Und nicht, dass jemand denkt, Segler können nur Segeln.... nein, nein... unser lieber Flottenkapitän Peter Meier brachte unverhofft sein Gitarre mit und wie der Zufall es wollte, hatte Olli seinen Bass dabei, ach ja und der Martin kann ja auch spielen... hmmm und wenn wir schonmal dabei sind, dann kann ich ja den Peter auch ein bißchen gesanglich unterstützen...
Und so entstand an diesem Abend ganz plötzlich wie von selbst die FLOTTE(N)-BAND!
Am nächsten Morgen traf man sich wieder faltenfrei zum gemeinsamen Frühstück im Clubhaus. Und da Mister Wind noch auf sich warten lies, durfte es auch noch ein Tässchen Kaffe mehr sein.
Nachdem sich dann anschließend alle Teilnehmer am See eingefunden hatten, begann wieder das gesellige Treiben zwischen den bunten Hobie-Bötchen. Hier noch ein bißchen Segel putzen ("Fried hat ein echt sauberes Bötchen, sag ich euch ;-))", dort noch eine Niete setzen, wo man schonmal das ganze Werkzeug mit hat... und und und...
Doch diesmal hat uns Mister Wind nicht mehr beglückt und so wurde die Regatta dann gegen 12 Uhr mittags beendigt.
SCHADE, aber so ist das nun mal...
Also langsam einpacken, aufräumen, noch mal zur Abkühlung baden gehen und hoch zur Siegerehrung.
Bei guter Stimmung, gab es viele, tolle Pokale und für jeden Teilnehmer ein Vereinsgläschen als Andenken.
Und als wären wir nicht schon reich genug beschenkt worden, gab es anschließend auch noch Kaffee und Kuchen.
Alles in allem war das ein tolles Wochenende und ich freu mich schon jetzt, wenn´s im Frühjahr wieder los geht...
P. s.
Ach ja... und wer nun noch wissen will, was es mit "Kapitän Böff Böff" auf sich hat, der muss bei der nächsten Regatta einfach mal mitmachen...
Edith Henk Hobie Cat 16

